Meine Delegationsreise nach Kanada

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, mit der Deutsch-Kanadischen-Parlamentariergruppe Gespräche mit kanadischen Abgeordneten, Unternehmen und Vertreterinnen und Vertretern gesellschaftlicher Gruppen zu führen.

In Québec, der ersten Station der Delegationsreise, war die Energiepolitik zentrales Thema. Die Provinz, die dreimal so groß wie Deutschland ist, deckt ihren Strombedarf bereits heute zu 97 Prozent mit Wasserkraft. Ein deutsches Unternehmen berichtete zudem über den Ausbau der Windkraft in der Provinz. Wie auch im Rahmen der weiteren Stationen der Reise standen zudem die Einwanderungspolitik und das Freihandelsabkommen (CETA) im Fokus. So konnten wir uns mit dem ehemaligen Premierminister der Provinz über CETA unterhalten. Wir machten dabei unsere Vorbehalte gegen die geplanten Schiedsgerichte deutlich. Gleichwohl sehen wir, wie unsere kanadischen Kollegen, die enormen Vorteile, die ein Freihandelsabkommen für beide Seiten hätte.

In Ottawa, der zweiten Station, standen Gespräche mit dem deutschen Botschafter, den Kollegen der kanadisch-deutschen Parlamentariergruppe und dem kanadischen Rechnungshof auf der Agenda.

Schlusspunkt der vielseitigen Delegationsreise war die Provinz British Columbia im Westen Kanadas. Die Stadt Vancouver informierte uns über die Einwanderungs- und Wohnungsbaupolitik, in Victoria hatten wir die Chance, uns mit dem Landwirtschaftsminister und den Minister für Technologie auszutauschen. Auch hier war das Freihandelsabkommen ein Thema, während der Minister für Technologie unter anderem über den Stand des Internetausbaus in der Provinz berichtete. Eine 93 prozentige Versorgung mit Highspeed-Internet verblüfft angesichts der vielen abgelegenen Orte und zeigt, dass das Land diese Aufgabe sehr frühzeitig gelöst hat.

Für die anstehenden Entscheidungen und Diskussionen hat die Delegationsreise wertvolle Impulse geben können.

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