Markus Koob in der Humboldtschule in Bad Homburg

Markus Koob mit Steffen Müller in der Klasse 8F. Foto: jp
Markus Koob mit Steffen Müller in der Klasse 8F. Foto: jp

Am 21. November besuchte Markus Koob zum 25. Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention den Po-Wi-Unterricht der Klasse 8F der Humboldtschule in Bad Homburg. Im Zentrum der Schulstunde stand ein 18 Fragen beinhaltender Katalog zu den Themen Persönliches, Kinderrechtscharta der UNICEF, die Lage der Kinderrechte in Deutschland sowie unsichtbare Gewalt, den Markus Koob mit den Schülerinnen und Schülern sukzessiv durchgegangen ist. Begleitet wurde Markus Koob von Sigrid Mosbach, einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin von UNICEF in Frankfurt.

Die Taunuszeitung berichtete:

Dass Schulunterricht spannend sein kann, bewiesen gestern Lehrer Steffen Müller und die Klasse 8F der Humboldtschule (HUS). Mit dem Bundestagsabgeordneten Markus Koob diskutierten sie über 25 Jahre Kinderrechte – doch das war nicht alles, was die Jugendlichen vom CDU-Politiker wissen wollten.

Bad Homburg. Eine Doppelstunde Politik und Wirtschaft stand gestern auf dem Stundenplan der Klasse 8 F an der Humboldtschule. Doch für die 13 und 14 Jahre alten Schüler war es kein gewöhnlicher Freitagvormittag, denn nach der großen Pause trat PoWi-Lehrer Steffen Müller nicht allein vor die Klasse; mit ihm waren der Bundestagsabgeordnete Markus Koob (CDU) und Sigrid Mosbach, die ehrenamtlich für die Unicef-Gruppe in Frankfurt arbeitet, gekommen. „Auf dem Lehrplan stand das Thema Recht, und so hatten sich die Jugendlichen in den vergangenen zwei Wochen in verschiedenen Arbeitsgruppen auf das Expertengespräch mit Markus Koob vorbereitet“, verriet Lehrer Müller. Heraus kam ein Katalog mit 18 Fragen an den CDU-Politiker – zu den Themen Persönliches, Kinderrechts-Charta der Unicef, Kinderrechte in Deutschland sowie Unsichtbare Gewalt.

Außer dem „Recht“ auf dem Lehrplan gab es einen weiteren Anlass für die Einladung von Sigrid Mosbach und Markus Koob: Vor 25 Jahren, am 20. November 1989, verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Konvention über die Rechte des Kindes, die allen Kindern das Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung garantieren.

„Warum haben Länder wie die USA, Somalia und Süd-Sudan die Charta nicht unterschrieben?“, war eine der 18 Schülerfragen. „In Somalia und Süd-Sudan gibt es Bürgerkriege. Es fehlen schlichtweg die Strukturen, um Kinderrechte durchzusetzen“, erklärte Koob und ergänzte: „In den USA müsste hingegen für alle Bundesstaaten eine einheitliche Gesetzgebung geschaffen werden, und das ist nahezu unmöglich. Dort werden Kinder und Jugendliche nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt und können somit in einigen Staaten auch in der Todeszelle landen.“ Gebannt lauschten die Jugendlichen den Antworten des CDU-Politikers, der 90 Minuten lang den Schülern Rede und Antwort stand.

Sigrid Mosbach stellte die Arbeit des Kinderhilfswerkes vor: „Alle zwei Jahre wird von Unicef, das in 150 Ländern tätig ist, ein Bericht zur Situation der Kinder in der Welt herausgegeben. An diesem Bericht lässt sich ablesen, wo Fortschritte gemacht wurden und in welchen Ländern noch Verbesserungen möglich sind“, so Mosbach.

„Wie hat sich Ihr Leben verändert, seitdem Sie in den Bundestag gewählt wurden?“, wollte ein Schüler von Koob wissen. „Es war eine einschneidende Veränderung. Die Arbeit ist ungeheuer spannend, aber auch sehr zeitintensiv.“ Schon bald wird es wohl für die Klasse 8 F ein Wiedersehen mit dem Politiker geben. Die Schüler gehen auf Klassenfahrt nach Berlin, und eine Führung durch das Reichstagsgebäude darf dann nicht fehlen – am liebsten mit Markus Koob. (snd)

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