Weilburger Tageblatt: Eine Ampel für die Sicherheit

Verkehrswegeplanung: CDU Weilburg lädt zu einem Vororttermin an die B456

Weilburg. Die Weilburger CDU hat zur Besichtigung der B 456 eingeladen: Aus ihrer Sicht sollte es in der Frankfurter Straße, Höhe Aktivhotel, eine Querungshilfe geben. In der Limburger Straße, Abfahrt Waldhausen, werde ein Kreisel oder eine Ampel benötigt, und in Höhe von Hessen-Forst brauche die Straße dringend einen neuen Belag.

Die CDU hatte den Bundestagsabgeordneten Markus Koob und Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) zu einem Informationstermin entlang der B 456 geladen, um notwendige Bauarbeiten anzusprechen. Die Bundesstraße 456 sei ein zentraler Weg, eine wichtige Lebensader, sagte Johannes Hanisch, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Wir müssen uns um zwei bis drei Punkte kümmern, damit die Infrastruktur und die Stärken der Region erhalten bleiben“, ist Hanischs Meinung.
Es sei sehr schwierig, vom Waldhäuser Weg nach links auf die Limburger Straße zu gelangen, zudem sei die Straße an dieser Stelle ziemlich baufällig. „Man könnte dort einen Kreisel andocken, dieser würde auch zur Verkehrssicherheit beitragen“, sagte Hanisch. Auch für Fußgänger sei die Querung ein Problem.
Die B 456 entspringt im Bereich der Stadt Weilburg an der B 49 und verbindet die Region mit dem Rhein-Main-Gebiet, erläuterte Schick. Das sei eine hochfrequentierte Straße. „Weilburg ist nicht nur Auspendlerstadt, sondern auch Einpendlerstadt“, weiß Schick. Man habe einen deutlichen Überhang an Einpendlern. Der Bund habe die Stadt bisher sehr gut unterstützt in Sachen Teilortsumgehung. Die B 456 sei auf der Westerwaldseite in vielen Bereichen sehr sanierungsbedürftig.
Auch Schick sieht das Problem Waldhäuser Weg/Limburger Straße. „Durch die hohe Frequenz auf der Bundesstraße haben es die Linksabbieger extrem schwer, sich in den fließenden Verkehr einzugliedern“, sagte er. Oben am Stadteingang habe man die Situation mit einer Ampel gelöst. An der zweiten Kreuzung Richtung Krankenhaus wurde ein Oval gebaut. Das habe den Verkehr reibungsloser gemacht, obwohl nicht alle die Vorfahrtsregeln beachteten.


Heinz Schweitzer, Markus Koob, Hartmut Eisenträger, Peter Püchner und Hans-Peter Schick (v.l.) sind sich einig, dass an der Kreuzung zur Waldhäuser Straße etwas geschehen muss.
Der nächste Knotenpunkt auf der B 456 sei am Kirmesplatz. Dahinter befinden sich zwei Schulen und die Schüler, die aus der Stadt kommen, wechseln an dieser Stelle die Straße. Deshalb gebe es aus seiner Sicht zwei Vorschläge: einen Kreisel zu bauen oder eine Ampel aufzustellen. „Dies sollte in einem überschaubaren Zeitraum geschehen“, ist die Meinung Schicks. Das Parlament favorisiere einen Kreisel und Hessen Mobil eine Ampel, weil die deutlich weniger kostet als ein Kreisel. Entscheidend sei eine Verbesserung der Verkehrssituation. Ein Kreisverkehr würde eine halbe Million Euro kosten, eine Ampel 200 000 Euro. Letztendlich müsse das die Stadt entscheiden. Schick tendiert dazu, die Ampelanlage zu bauen, „denn der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach“. Was die Straßensanierung angehe, könne Weilburg guter Hoffnung sein, sagte Koob. „Denn bei allen Infrastrukturprojekten, die der Bund momentan plant und finanziert, gilt der Grundsatz Erhalten vor Neubau“, sagte er. Von daher sei er sehr optimistisch, ohne eine konkrete Zusage machen zu können. Auch er sehe Handlungsbedarf.
Ein weiterer Punkt auf der Liste der CDU ist eine Querungshilfe auf der Frankfurter Straße in Höhe des Aktivhotels, denn das sei gleichzeitig der Weg Richtung Schulen und Friedhof. „Das kann die Stadt in die Wege leiten“, sagte Schick.
Einen weiteren Handlungsbedarf sehen die CDU-Mitglieder in der Renovierung der Straße auf der Höhe von Hessen-Forst bei der Ampel. Dort werden die Löcher vor dem Winter jedes Mal zwar provisorisch gestopft, aber eine Lösung sei das auf Dauer nicht, sagte Schick. Hessen Mobil sei dieses Problem seit zwei Jahren bekannt, geschehen sei bisher jedoch nichts. Zumindest habe er eine Zusage von der Straßenverkehrsbehörde, dass der vierspurige Ausbau der B 49 Ende 2016, Anfang 2017 abgeschlossen sein soll.

Den Original-Artikel aus dem Weilburger Tageblatt finden Sie hier.

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