Parlamentarisches Patenschafts-Programm – für ein Jahr in die USA

Markus Koob hat Jana Luthardt aus dem Hochtaunuskreis für das Parlamentarische Patenschafts-Programm vorgeschlagen. Im Folgenden stellt sich Jana vor und beschreibt ihre Erwartungen sowie Wünsche zu ihrem bevorstehenden Aufenthalt in den USA.

Ich bin Jana Luthardt, 16 Jahre alt und dieses Jahr eine der Stipendiaten des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP). Momentan gehe ich in die Jahrgangsstufe E (10. Klasse bei G8) am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg, aber ab August werde ich für ein Jahr an einer amerikanischen High-School zur Schule gehen. In meiner Freizeit schwimme ich gerne und bin schon lange bei der DLRG und den Heliand-Pfadfinderinnen aktiv.
 
Bereits seit mehreren Jahren wünsche ich mir, für ein Jahr ins Ausland zu gehen, weil es mich interessiert, wie die Lebensgewohnheiten in anderen Ländern und Familien sind und ich es schon immer mochte, Neues zu entdecken und auszuprobieren. Jetzt ist der Wunsch, ein Jahr in den USA zu leben und dort zur Schule zu gehen, über das Parlamentarische Patenschafts-Programm wahr geworden. Das PPP ist ein Austauschprogramm zwischen dem deutschen Bundestag und dem amerikanischen Kongress, bei dem jährlich etwa 360 Schüler und junge Berufstätige die Chance bekommen, für ein Jahr bei einer Gastfamilie in den USA zu leben. Die 360 Stipendien werden dabei gleichmäßig auf die Wahlkreise verteilt.
 
Ich habe mich schon im Sommer mit einer Bewerbungskarte und kurz danach mit einer ausführlichen Bewerbung bei GIVE e.V. (der für meinen Wahlkreis zuständigen Austauschorganisation) für das Stipendium des PPP beworben. Anschließend wurde ich zu einem Auswahlgespräch nach Frankfurt eingeladen, bei dem GIVE e.V. die geeignetsten Kandidaten ausgesucht und deren Unterlagen an die Bundestagsabgeordneten (bei mir Herr Markus Koob) weitergegeben hat. Anschließend wählten die Abgeordneten aus diesen Kandidaten einen Stipendiaten für ihren Wahlkreis aus und wurden somit dessen Pate.
 
Das ganze Auswahlverfahren zog sich über mehrere Monate hin und kostete ziemlich viel Geduld. Als dann Anfang Februar endlich der Anruf kam, dass ich das Stipendium für meinen Wahlkreis bekomme, habe ich mich aber umso mehr gefreut!
 
Danach kam nochmal einige Arbeit auf mich zu. Ich musste einen Englischtest machen, brauchte ein Gesundheitszeugnis und hatte noch viele andere Formulare auszufüllen. Außerdem habe ich einen Brief geschrieben und eine Fotocollage erstellt, welche sich amerikanische Gastfamilien als meine Bewerbung anschauen können.
 
Mitte Mai fand dann in Berlin ein 1-wöchiges Vorbereitungsseminar statt, bei dem wir neben den klassischen Vorbereitungs- und Informationsinhalten auch viele andere Dinge gesehen und gelernt haben. In den ersten Tagen haben wir an Gruppenprojekten in der Berliner Innenstadt gearbeitet, bei denen wir uns selbst, unsere Wirkung auf andere und unser Selbstbewusstsein testen und stärken konnten. Wir waren außerdem im Reichstag, am Brandenburger Tor, an der East-Side-Gallery und noch verschiedenen anderen interessanten Orten. Während dieser Woche habe ich mich auchmit Herrn Jonny Kumar (Leiter des Abgeordnetenbüros) im Bundestagsbüro von Markus  Koob getroffen.
 
Jetzt hoffe ich, dass ich bald erfahre, wer meine Gastfamilie wird und in welchem Staat ich leben und dieses aufregende und unvergessliche Jahr verbringen werde.
 
Am Schluss nochmals ein herzliches Dankeschön an Herrn Koob, dass er mir dieses Jahr im Rahmen des PPP ermöglicht.

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