Praktikumsbericht von Alexander Jackson

Alexander Jackson während seines Praktikums im Plenarsaal des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude
Alexander Jackson während seines Praktikums im Plenarsaal des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude
Ein spannendes Gefühl war es, in die Stadt zurückzukehren, in welcher ich fünf Jahre meiner Schulzeit verbracht hatte. Das politische Berlin hatte schon damals eine große Anziehungskraft auf mich. So durfte ich als Sternsinger im Schloss Bellevue dem damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau die Geburt des Christkindes überbringen. Auch Jürgen Trittin durfte ich einmal bei einem Tag der offenen Tür um ein Autogramm bitten.

Diese Erlebnisse haben mich von früher Jugend an schon sehr an Politik gereizt. Dies war wohl der Grund, weswegen ich mich mit fünfzehn Jahren entschloss mich politisch zu engagieren. Ich bin dann in die Junge Union eingetreten, welche für mich die politische Heimat ist.
Deswegen war mir klar, dass ich, als Student der Rechtswissenschaften, eines meiner Praktika im politischen Berlin absolvieren wollte. Was lag also näher, als meinen Wahlkreisabgeordneten zu fragen, ob er nicht mich als seinen Praktikanten aufnehmen könnte? So kam es dann auch, am 1. April – kein Scherz – begann mein Praktikum. Als ich am ersten Tag um 8:30 Uhr an der Pforte der Dorotheenstraße 101 in Empfang genommen wurde, war ich sehr aufgeregt, was mich in den nächsten vier Wochen erwarten würde.
Gleich zu Beginn wurde ich von dem außerordentlich sympathischen Büro als vollwertiger Kollege mit eigenen Aufgaben freundlichst in Empfang genommen. So durfte ich nebst Besuchen in den Arbeitsgruppen und Ausschüssen den Aufenthalt einer großen Besuchergruppe aus dem Wahlkreis Herrn Koobs organisieren.
Besonders die Arbeitsgruppen- und Ausschussarbeit, Herr Koob ist Mitglied des Finanz- sowie des Familienausschusses, war sehr interessant. Zu sehen, wie die politische Arbeit und Positionierung innerhalb der Fraktion abläuft und wie dies anschließend in der Ausschussrunde vertreten wird, ist hochspannend. Diese Abläufe bleiben in der Regel selbst dem politisch Interessierten aus der Ferne verborgen.
Herr Koob ist jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, weswegen ich für ihn für diese Funktion eine Übersicht der momentanen jugendpolitischen Positionen der großen Parteien erstellen durfte. Auch wenn mich dies einige Tage beschäftigt hat, ist eine so tiefgehende Auseinandersetzung mit diesem Thema sehr lehrreich.
Nicht weniger lehrreich, aber etwas abwechslungsreicher sind die vielen Abendveranstaltungen, welche vor allem in den Sitzungswochen stattfinden. Drei Termine an einem Abend sind für einen Abgeordneten wohl die Regel. An einem solchen Abend habe ich Herrn Koob begleiten dürfen. Der Abend begann mit einer Podiumsdiskussion über Jugendmedienschutz. Die zweite Veranstaltung war eine des Verbandes der Chemieindustrie und der Abend klang in der Hessischen Landesvertretung mit dem Abend des Deutschen Handwerks aus. Jede Veranstaltung mit ihrem besonderen Reiz und Fokus auf ein bestimmtes Thema. Und bei dem letzten Termin hatte ich das Glück den Staatsminister im Kanzleramt, Dr. Helge Braun, kennenzulernen. Er hat sich viel Zeit genommen für ein Gespräch über die Berliner Politik und über seine ersten Wochen im Bundeskanzleramt.
Teilweise unterirdisch war an dem Praktikum nur eines – die vielen Wege. Das ist sicherlich einer der coolsten Dinge an dem Praktikum, abseits vom politischen Geschäft. Viele der Liegenschaften des Bundestages sind unterirdisch per Tunnel oder per Brücke miteinander verbunden. Das ist echt ein ziemlich beeindruckendes Gefühl, wenn man über die Wege läuft, die der breiten Öffentlichkeit in der Regel nicht offen stehen. Auch die Bibliothek des Deutschen Bundestages, im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, welche ich zeitweise zum Schreiben einer Hausarbeit nutzen durfte, ist sehr imposant.
Insgesamt habe ich in Berlin eine sehr spannende Zeit erlebt, viele nette Menschen kennengelernt und viel Neues gesehen. Ein Praktikum im Bundestagsbüro von Markus Koob kann ich uneingeschränkt empfehlen, es bietet wahnsinnig viel!

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