CDU-Abgeordnete besuchen die Firma HAKA in Gräveneck

Rainer Oesterling (links) von der Geschäftsleitung zeigt den Besuchern halbfertige Anlagen in der Produktionsanlage (3.v.l. Markus Koob)
Rainer Oesterling (links) von der Geschäftsleitung zeigt den Besuchern halbfertige Anlagen in der Produktionsanlage (3.v.l. Markus Koob)

Die CDU-Bundestagsabgeordneten Markus Koob und Klaus-Peter Willsch besuchten gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Hofmeister die nun schon 66 Jahre bestehende HAKA-Metallwarenfabrik Hans Kappes GmbH in Gräveneck.

Nach einer Begrüßung der Abgeordneten durch die langjährige Geschäftsführerin Christa Oesterling führten ihr Ehemann Rainer und ihr Sohn Marian Oesterling (beide von der Geschäftsleitung) die Besucher durch den Betrieb. Der moderne Maschinenpark mit CNC-gesteuerten Maschinen, u.a. eine Stand-Laserkombination, konnte eingehend besichtigt werden. „Ein echter Familienbetrieb“, konstatierten die CDU-Abgeordneten aus Bund und Land nach der beeindruckenden Besichtigung des Betriebs zwischen Lahn und Schlottenbach, der mit dem diesjährigen Eintritt des Sohnes Marian in die Geschäftsführung nun schon in dritter Generation geführt wird.

Anschließend gab Frau Oesterling bei Kaffee und Kuchen einen Überblick über die Firmengeschichte sowie weitere Informationen zur Produktpalette und der gelebten Unternehmenskultur. Darüber hinaus wies sie auf ihre Anliegen an die Politik hin.

Die Firma HAKA wurde 1948 durch den Vater von Frau Oesterling, Hans Kappes, gegründet. Nach dem frühen Tod des Gründers 1979 übernahm Frau Oesterling die Geschäftsführung. Trotz der Schwierigkeiten als Frau in einem von Männern dominierten Umfeld treibt sie nun schon seit etwa 35 Jahren das Unternehmen erfolgreich voran.

So widmet sich die Firma HAKA mit ihren etwa 50 Mitarbeitern – als größter Arbeitgeber der Gemeinde Weinbach – mit Leidenschaft dem Werkstoff Edelstahl. Hauptsächlich erstellt sie mit diesem Werkstoff Sonderbauten wie Speisenausgaben und Kochanlagen für Großküchen in Kliniken, Betriebskantinen, Altenheimen, Restaurants oder Schulen. Dabei kooperiert die Firma deutschlandweit mit dem Fachhandel für Großküchentechnik. Das innovative Unternehmen hat mit den vier für das Konstruktionsdesign verantwortlichen Mitarbeitern sogar schon Großyachten im Norden Deutschlands bestückt. Neben dem Hauptwerkstoff Edelstahl verbaut der kleine Mittelständler auch die Werkstoffe Granit und Holz. Diese bezieht das heimatverbundene Unternehmen aus der Region – aus Villmar und Weinbach.

Für den Fortbestand des Unternehmens braucht jedes Unternehmen fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter. Die Firma HAKA hat mit den bestehenden langjährigen Fachkräften ein gutes Fundament für die Zukunft und bildet auch selber Mitarbeiter im kaufmännischen sowie gewerblichen Bereich aus. Bei der Suche nach Fachkräften und Auszubildenden hat das Unternehmen jedoch Schwierigkeiten. Für die Ausbildungsstelle zum Konstruktionsmechaniker ist schon seit Monaten kein adäquater Schulabgänger gefunden worden.

Frau Oesterling, seit diesem Jahr Vizepräsidentin der IHK Limburg, appellierte an die Abgeordneten den strukturschwachen Raum Oberlahn nicht zu vernachlässigen und wies auf die nachteilige Verkehrsanbindung für die Unternehmen hin. Im Gespräch über aktuelle Fragen der Bundespolitik wurde von Frau Oesterling die Politik der großen Koalition in Bezug auf den Mindestlohn, die Mütterrente und die Rente mit 63 kritisch bewertet. Für Gräveneck und HAKA ist verkehrstechnisch die seit Jahren für Fahrzeuge schwerer als neun Tonnen gesperrte Lahnbrücke in Gräveneck ein besonderes Anliegen. „Die Planungen für den Neubau der Lahnbrücke Gräveneck sind weit fortgeschritten. Jetzt geht es darum die Finanzierung zu sichern. Dafür werde ich mich in Wiesbaden einsetzen“, versicherte der Landtagsabgeordnete Andreas Hofmeister im Anschluss an das Gespräch.

Nach oben