Mein Besuch beim Jugendmigrationsdienst (JMD) in Friedrichsdorf

Am 06. Februar konnte ich bei einem Besuch in Friedrichsdorf die Arbeit des Jugendmigrationsdienstes Hochtaunus informieren. Dabei bin ich auch mit jungen Zugewanderten ins Gespräch gekommen.

Bundesweit sind 450 Jugendmigrationsdienste des Internationalen Bundes (IB) aktiv; sie begleiten junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren bei ihrem Integrationsprozess in Deutschland. Zu ihren wesentlichen Aktivitäten zählen dabei die individuelle Unterstützung, Gruppen- und Bildungsangebote sowie eine intensive Vernetzung mit den Schulen, Ausbildungsbetrieben und Freizeiteinrichtungen. 

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Einzelfallbegleitung der Jugendlichen, wo v.a. Auswahl- und Zugangsmöglichkeiten zu Schulen, der Übergang von Schule/Beruf, die Wohnungssuche, der Besuch von Integrationskursen sowie auch allgemeine Fragen zu beruflichen und persönlichen Entwicklungschancen erörtert werden. Entscheidend ist hierbei v.a. das persönliche Vertrauensverhältnis zum jeweiligen Betreuer.

Besonders beeindruckt war ich von Hedys Geschichte, der vor einigen Jahren aus Afghanistan hierherkam und nach einer Lehre und Meisterprüfung als Schuhmacher nun sein eigenes Ladengeschäft in Frankfurt-Sachsenhausen betreibt. Dabei konnte ich mich auch persönlich von seinem Talent überzeugen.

Im Gespräch auch mit den anderen Jugendlichen wird deutlich, dass das Erlernen der deutschen Sprache fundamentaler Bestandteil einer erfolgreichen Integration ist – nur so gibt es auch eine berufliche Perspektive für die jungen Menschen.

Ganz herzlich möchte ich mich bei Thomas Sochor für die Einladung bedanken. Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement er und sein Team den jungen Menschen bei ihrem schwierigen Ankommen in unserem Land zur Seite stehen.

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