Internationale Freiwillige in Deutschland

Podiumsdiskussion zu gesellschaftspolitischer Relevanz und praktischer Durchführung

Das Interesse an der Aufnahme von internationalen Freiwilligen, dem sogenannten Incoming, steigt stetig. Bei einer zweitägigen Fachtagung in Friedrichsdorf beschäftigten sich etwa 100 Vertreterinnen und Vertreter dieser Verbände mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen in Bezug auf Incoming-Freiwilligendienste, besonders in Deutschland. Ziel war es, Chancen aber auch die Herausforderungen einer Internationalisierung der Freiwilligendienste zu erkennen. Derzeit nehmen jährlich mehr als 2.500 Freiwillige aus mehr als 100 Ländern aus der ganzen Welt an Freiwilligendiensten in Deutschland teil. 

Am Rande der Tagung konnte ich zudem ein Gespräch mit einer Vertreterin des Freiwilligendienstes kulturweit führen. Diese haben mich darauf hingewiesen, dass sich noch bis zum 01. Dezember junge Menschen für einen internationalen Kultur-Freiwilligendienst unter www.kulturweit.de bewerben können. Nehmen auch Sie teil, wenn Sie Interesse daran haben. Ich würde mich über viele Bewerbungen aus meinem Wahlkreis freuen.

Zum Abschluss der Fachtagung nahm ich an einer Gesprächsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der beiden für die In- und Auslandsfreiwilligendienste zuständigen Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJF) sowie für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und meiner Bundestagskollegin von Bündnis 90/Die Grünen, Kordula Schulz-Asche, teil. Wir diskutierten über die Chancen und Herausforderungen von Incoming. Dabei waren wir uns in der Wichtigkeit und Wertschätzung von Freiwilligenarbeit sehr schnell einig.

Incoming bietet allen Beteiligten die Möglichkeit, positive und nachhaltige Erfahrungen zu machen, die im privaten und gesellschaftlichen Umfeld wirken. Incoming-Freiwillige agieren in ihren Einsatzstellen als Wohltäter, sie setzen sich mit ihrer Zeit für einen guten Zweck ein und geben so ein Zeichen für inklusives, solidarisches Handeln in globalen demokratischen Prozessen. Auch deshalb bin ich der Ansicht, dass die Rahmenbedingungen für Incoming in der kommenden Wahlperiode weiter Schritt für Schritt verbessert werden sollten.

Es hat mich sehr gefreut, dass ich bei der Podiumsdiskussion zu Gast sein durfte und die Vorstellung der von der Fachtagung erarbeiteten Berichte miterleben konnte. Einen herzlichen Dank dafür.

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